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Sarah Coenen wechselt in die Altenseelsorge

Mon, 03 Mar 2025 09:13:23 +0000 von Beate Marker

© privat
Herzliche Einladung zum Gottesdienst am 9. März, 14 Uhr in der Martinskirche Markoldendorf!

Abschied und Neubeginn: Am Sonntag, 9. März, um 14 Uhr in der Martinskirche Markoldendorf wird Pastorin Sarah Coenen als neue Altenseelsorgerin mit halbem Stellenumfang in der Region Dassel eingeführt – und aus der Emmaus-Kirchengemeinde nach gut zehn Jahren als Gemeindepastorin verabschiedet. Herzliche Einladung zu diesem Gottesdienst!
„Ich habe schon lange den Wunsch verspürt, stärker seelsorglich zu arbeiten“, sagt Sarah Coenen lächelnd. 
Deshalb hat sie bereits 2022 an einer Langzeitfortbildung im Bereich Seelsorge teilgenommen. „Mir liegt dieses Arbeitsfeld sehr am Herzen. Weil ich sehe, was es bedeutet, in unseren Dörfern alt und nicht mobil zu sein. Für die älteren Menschen selbst, aber auch für die Angehörigen, die sich um sie kümmern“, verdeutlicht die 42-Jährige und ergänzt: „Ältere Menschen haben viel erlebt in ihrem Leben. Und vieles bewältigt, was wir Jüngeren uns heute gar nicht mehr vorstellen können. Das hat mich schon als Jugendliche fasziniert, wenn ich mich mit meiner Uroma unterhalten habe. Ihre Lebensgeschichten sind bedeutsam und es ist wichtig, dass sie erzählt werden.“
Die Chance, in die Altenseelsorge zu wechseln, ergab sich für sie aus mehreren zusammenkommenden Faktoren: Eine halbe Gemeindepfarrstelle musste gekürzt werden, gleichzeitig gab es ein Förderprogramm der Landeskirche für Stellen in der Altenseelsorge. Und es gab Geld, das die Gemeinden in der Region Dassel frei verplanen konnten. Die Kirchenvorstände haben entschieden, dass sie die Altenseelsorge in der Region fördern möchten. Sarah Coenen erklärt: „Das ist der Tatsache geschuldet, dass wir einfach viele ältere Menschen in unseren Gemeinden haben. Bislang hat meine Kollegin Beate Marker diesen Arbeitsschwerpunkt inne. Da sie im Herbst in den Ruhestand geht, sollte es eine Anschlusslösung geben und es ist geplant, dass ich einige ihrer Aufgaben übernehme.“ Dazu gehören die Begleitung der Besuchsdienstarbeit in den drei Gemeinden der Region Dassel und des Andachtsteams, das in den beiden Dasseler Seniorenheimen regelmäßig Andachten mit den Bewohnern feiert. 
Darüber hinaus wird die Pastorin allen Menschen in den drei Gemeinden, die ihren 90., 95. oder höheren Geburtstag feiern, einen Besuch anbieten. Außerdem hat Sarah Coenen noch einen Traum: „Ich möchte die 'Tage im Grünen', eine sehr beliebte Seniorenfreizeit, die es bis vor fünf Jahren gab, wieder ins Leben rufen.“
Natürlich gehört es auch weiterhin zu Sarah Coenens Aufgaben, Menschen zu beerdigen, gelegentlich Gottesdienste zu leiten und auf Kirchenkreisebene mitzuarbeiten, z.B. in der Notfallseelsorge. „Vor allem aber möchte ich aufmerksam dafür sein, was sich ältere Menschen und ihre Angehörigen in unserer Region von Kirche wünschen und darauf reagieren können. 
 Wir werden sehen, was sich daraus ergibt und was ich davon mit einem halben Stellenumfang leisten kann“, unterstreicht die Pastorin.
Ihrer bisherigen Gemeinde, die aus vielen Orten mit je eigenen Gemeindegruppen besteht, und den vielen engagierten Menschen in der Region möchte sie gerne danke sagen. „Mein Mann und ich sind hier 2014 mit sehr offenen Armen empfangen worden und ich habe es immer zu schätzen gewusst, wie viele hier bereit sind, gemeinsam etwas zu gestalten, sich einzubringen und Kirche gut für die Zukunftsfragen aufzustellen.“ Im Kirchenvorstand wurden auch viele schwierige Entscheidungen miteinander geschultert.
Die Zusammenarbeit habe sie immer als konstruktiv und bereichernd erlebt. Manchmal sei es schwer, die Herausforderungen und die darauf resultierenden Entscheidungen für alle in der Gemeinde verständlich zu machen. „Darum möchte ich alle ermutigen, die etwas nicht verstehen oder enttäuscht sind, dass etwas nicht mehr so ist wie erwartet, nachzufragen“, bittet Sarah Coenen. Es entstehe manchmal der Eindruck, Kirche würde sich zurückziehen. 
Dabei sei Kirche immer so stark, wie die Menschen, die zu ihr gehören. Wenn die Pastor*innen weniger präsent sind, dann liegt das daran, dass wir in jedem Ort weniger Mitglieder haben und sich eine Person um immer mehr Orte kümmern muss. Wir sind schon lange keine Pastorenkirche mehr, aber es wird immer noch viel von den Pastor*innen erwartet. Dabei kann jede und jeder sich einbringen.“ Und das geschieht ja auch. „Ich finde zum Beispiel ganz toll, mit welcher Energie gerade in Sievershausen Angebote für Familien mit Krabbel- und Kleinkindern entstehen. 
Weil es Menschen im Ort gibt, die sich dafür engagieren und selbst einen Mehrwert davon haben.“
Leine-Solling-Pressedienst, 27.2.2025
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